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Home » Blog » Wie ein motorisierter Filterwürfel-Revolver die Mikroskopleistung in fortschrittlichen Imaging-Workflows erweitert

Wie ein motorisierter Filterwürfel-Revolver die Mikroskopleistung in fortschrittlichen Imaging-Workflows erweitert

13.05.26

Ein motorisierter Filterwürfel-Revolver – wie der neue HF108FC Weitfeld-Filterrevolver – wird manchmal nur als praktisches Zubehör betrachtet. In der fortschrittlichen Mikroskopie spielt er jedoch eine weitaus wichtigere Rolle, sei es bei der Aufrüstung bestehender Geräte oder als entscheidende Komponente in OEM-Systemen.

Ein Filterrevolver ist ein rotierendes Karussell, das mehrere Fluoreszenzfilterwürfel aufnimmt, die jeweils Anregungs-, dichroitische und Emissionsfilter enthalten. Er ist im Gehäuse des Mikroskops untergebracht, was eine hervorragende Justierstabilität und mechanische Wiederholgenauigkeit gewährleistet. 

Durch das schnelle, konsistente und softwaregesteuerte Umschalten zwischen Anregungs-, dichroitischen und Emissionsfiltersätzen steigert er die Bildaufnahmegeschwindigkeit, Konsistenz und Flexibilität. Diese Fähigkeit ist bei komplexen Mikroskopietechniken wie Fluorescence Recovery After Photobleaching (FRAP), Fluoreszenzlebensdauermikroskopie (FLIM), Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH), Konfokal-, Super-Resolution- und Multiphotonen-Imaging, besonders wertvoll. Denn präzises Timing, spektrale Genauigkeit und Automatisierung können  die Ergebnisse direkt beeinflussen. 

Der wahre Wert eines motorisierten Filterevolvers ergibt sich aus drei Merkmalen:

  • präzise Positionierung,
  • schnelles Umschalten und
  • nahtlose Integration in die Imaging-Software.

Das manuelle Wechseln von Filtern kann Arbeitsabläufe unterbrechen, Justierprobleme verursachen, sowie synchronisierte Experimente komplizieren. Ebenso kann die Bildgebung bei mehreren Wellenlängen verlangsamt werden.   Mit einem motorisierten System werden diese Herausforderungen minimiert – das Mikroskop kann innerhalb von Millisekunden und mit minimalem Benutzereingriff in den entsprechenden Strahlengang für den jeweiligen Bildgebungsmodus oder Fluorophor wechseln.

Inverted microscope filter cube assembly, cut away to show the internal components.

Warum Motorisierung entscheidend ist

Imaging-Labore nutzen Mikroskope selten für nur eine einzige Aufgabe. Von modernen Systemen wird oft erwartet, dass sie Mehrkanalbilder aufnehmen, Zeitrafferexperimente mit lebenden Zellen bewältigen, Photonen-Manipulationen durchführen und anschließend zu anderen Probentypen oder Kontrastmethoden wechseln. Ein motorisierter Filterwürfel-Revolver erleichtert diese Übergänge durch: 

  • Reduzierung von Handhabungs- und Bedienungsfehlern 

  • Ermöglichung von skriptbasiertem Mehrkanal-Imaging 

  • Verbesserung der Wiederholbarkeit zwischen Experimenten und wechselnden Anwendern

  • Verkürzung der Erfassungszeit bei Live- oder dynamischen Studien 

  • Unterstützung von automatisierten oder High-Content-Imaging-Workflows 

Diese Vorteile sind für die gesamte Fluoreszenzmikroskopie von Nutzen, gewinnen jedoch bei spezialisierten Bildgebungsverfahren besonders an Bedeutung.

Bildunterschrift: Der motorisierte 8-Positionen-Hochgeschwindigkeits-Filterrevolver HF108FC von Prior Scientific

Operative Vorteile über die Bildqualität hinaus 

Die Vorteile eines motorisierten Filterrevolvers gehen über die reine Verbesserung der Bildqualität hinaus; sie erleichtern den täglichen Betrieb. Er unterstützt:  

  • Automation: essential for time-lapse, tiled imaging, and screening 

  • Automatisierung: unverzichtbar für Zeitrafferaufnahmen, Tiling (Mosaik-Imaging) und Screening  

  • Reproduzierbarkeit: identische optische Einstellungen bei jedem Durchlauf  

  • Durchsatz: schnellere Kanalwechsel und reduzierte Rüstzeiten 

  • Probenschutz: geringere Belastung durch Licht im Vergleich zu langsameren manuellen Arbeitsabläufen 

  • Benutzerfreundlichkeit: einfachere Bedienung für Labore mit mehreren Anwendern und Core Facilities

Die Automatisierung bereitet das Mikroskop auf zukünftige Upgrades vor. Da Experimente immer komplexer und softwaregesteuerter werden, entwickeln sich motorisierte optische Komponenten von einem Extra zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Systems. 

Optimierung der automatisierten Fluoreszenzmikroskopie durch schnelles Umschalten der Filter 

Das automatisierte Umschalten von Filtern erhöht die Präzision in der grundlegenden Fluoreszenzbildgebung. Die Verwendung eines hochwertigen Filterrevolvers minimiert Pixel-Shifts (kleine räumliche Versätze zwischen Bildern desselben Sichtfeldes, die in verschiedenen Fluoreszenzkanälen aufgenommen wurden). Dies verbessert die Bildqualität, indem unerwünschte Effekte wie Farbsäume oder falsche Offsets eliminiert werden. 

Ein motorisierter Filterrevolver ermöglicht es Anwendern, das Signal-Rausch-Verhältnis beim automatisierten Mehrkanal-Imaging zu verbessern, indem für jeden Fluorophor dedizierte Single-Band-Filterwürfel verwendet werden. Dies reduziert das Hintergrund-Übersprechen (Bleed-through), das bei Multiband-Würfeln in teilmotorisierten Systemen oder bei externen Filterrädern auftreten kann. 

Filterrevolver mit einer großen Anzahl an Positionen ermöglichen Multiplexing-Experimente, bei denen einige Kanäle schwach sein können. Diese schwachen Kanäle profitieren von einem einzelnen, dafür gewidmeten Würfel mit einem Langpass-Emissionsfilter. Ein Hochgeschwindigkeits-Filterrad wie das HF108B von Prior zur Aufnahme von Single-Band-Emissionsfiltern, kombiniert mit einem Filterrevolver, der mit einer Reihe von Dual- oder Triple-Band-Filtern bestückt ist, stellt ebenfalls eine gute Alternative dar, wenn Bildaufnahmen mit sehr hoher Geschwindigkeit erforderlich sind. Ein motorisierter Filterwürfel-Revolver erleichtert es Anwendern, das richtige Sichtfeld (FOV) zu finden und einzustellen, indem sie in eine Weitfeld-Übersicht nutzen, bevor sie High-End-Imaging durchführen. Dies reduziert das Risiko des Photobleachings bei empfindlichen Proben, da die Weitfeld-Übersicht es ermöglicht, die richtige Region schnell mit einer geringeren Lichtdosis zu lokalisieren, als dies bei der Suche in einem Modus mit hoher Intensität, wie zum Beispiel konfokal oder FRAP, der Fall wäre. 

FISH: Effizientes Multicolor-Imaging für die Zytogenetik und räumliche Biologie  

Die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) erfordert häufig die Abbildung mehrerer spektral unterschiedlicher Sonden auf derselben Probe. Ob in der klinischen Zytogenetik, der Krebs-Pathologie oder der räumlichen Genomik – der Erfolg hängt von einer sauberen Kanaltrennung und einer effizienten Multicolor-Erfassung ab. 

Ein motorisierter Filterwürfel-Revolver ist in diesen Fällen besonders nützlich, da er ein schnelles Umschalten zwischen spezifischen Filtersätzen je Probe ermöglicht, ohne die Probe zu beeinflussen oder das Sichtfeld zu verschieben. Dies steigert die Produktivität und verringert das Risiko von Dejustierungen durch manuelle Handhabung. Beim automatisierten Scannen ermöglicht der Filterrevolver dem Mikroskop, die Kanäle in einer konsistenten Sequenz zu durchlaufen – was für eine zuverlässige Bildzusammensetzung dem Stitching, sowie Analysen und Auswertungen unerlässlich ist. 

Bei der Anwendung von FISH müssen Anwender häufig zwischen mehreren Filterwürfeln für jedes Bild wechseln. Pro Gewebeprobe kann es zu Tausenden von Würfelwechseln kommen. Ein langlebiger, robuster Filterrevolver ist für eine langfristige, konsistente Leistung unerlässlich.

Bei Higher-Plex-Anwendungen, der Verwendung von sehr vielen Markern, kann die Kombination eines Filterrevolvers mit mehreren Single- und Dual-Band-Filterwürfeln dazu führen, dass die Anzahl der abgebildeten Kanäle die Anzahl der Positionen im Revolver übersteigt, ohne Kompromisse beim Übersprechen einzugehen oder auf spektrales Unmixing (die Fluoreszenzsignale rechnerisch zu entmischen) zurückgreifen zu müssen. 

Auflicht-Imaging für industrielle Proben

Die Abbildung industrieller Proben erfordert oft eine Kombination verschiedener Techniken. Ein Filterrevolver ermöglicht hierbei das schnelle Umschalten zwischen Filterwürfeln für unterschiedliche Modalitäten.

Darkfield and polarising filter cubes for fluorescence microscopy.

Bildunterschrift: Beispiele für Dunkelfeld- (links) und Polarisations-Filterwürfel (rechts). 

Neben Hellfeld-, Dunkelfeld- und Polarisationsmikroskopie zur Fehlererkennung oder Inspektion, nutzen einige industrielle Anwendungen auch die Fluoreszenzmikroskopie, um biologisches Material auf der Probe nachzuweisen. Alle diese Bildgebungsverfahren erfordern spezifische optische Anordnungen, die in einem Revolver untergebracht sind. Typischerweise sind industrielle Inspektionssysteme manuell – ein motorisierter Filterrevolver kann die Inspektionsrate erheblich steigern und die Erkennung mehrerer Fehlertypen ohne Benutzereingriff oder wiederholte Untersuchungen ermöglichen. 

Die Laserablation nutzt einen hochenergetischen Laserstrahl zum Abtragen von Material von einer Oberfläche und kann als Teil eines Inspektions-Workflows zur Probenvorbereitung eingesetzt werden. Insbesondere Laser oder andere Lichtquellen mit hoher Intensität können verwendet werden, um Komponenten von Halbleiterwafern während der Inspektion zu markieren oder zu entfernen. Oft ist ein spezieller Filterwürfel erforderlich, um den Kamerasensor zu schützen. Ein Filterrevolver, bei dem die Optik gewechselt und nachgerüstet werden kann – anstatt eines festen Designs – ermöglicht die Konfiguration der Optik auf die Wellenlänge und Leistung der verwendeten Lichtquelle.

Industrielle Workflows werden durch die Fähigkeit schnell zwischen vielen Filtern zu wechseln, verbessert.

Bringen Sie Ihre Mikroskopie voran  

Für Labore, die mehr als nur einfaches Einkanal-Imaging betreiben, ist ein motorisierter Filterwürfel-Revolver weit mehr als nur eine Annehmlichkeit – er ist ein praktisches Upgrade, das die Reproduzierbarkeit steigert, Automatisierung ermöglicht und die Fähigkeiten des Mikroskops für fortschrittliches Imaging erweitert.  

Der HF108FC von Prior Scientific bietet Anwendern eine schnelle Schaltzeit von 200 ms (25 % schneller als Konkurrenzprodukte), kombiniert mit einer präzisen und wiederholgenauen Schrittmotorsteuerung, um maximale Effizienz in komplexen Bildgebungs-Workflows zu gewährleisten. Es handelt sich um eine robuste Option, die in Tests mit 20 Millionen Zyklen geprüft wurde, was etwa einer halben Million Stunden typischer Labornutzung entspricht. Der Filterrevolver eignet sich für die aufrechte oder inverse Mikroskopie. Er wurde für den Einsatz mit dem modularen OpenStand-Bildgebungssystem von Prior oder als eigenständige Einheit in einem OEM-Instrument entwickelt.

Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren. 

Three quarters view of the Prior motorized filter cube turret for multi-colour fluorescence imaging.

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